DIE VERBREITUNG DER RÖMISCHEN NAMEN IN ELEIA. Sophia Zoumbaki

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DIE VERBREITUNG DER RÖMISCHEN NAMEN IN ELEIA Sophia Zoumbaki ΠΕΡΙΛΗΨΗ: Με βάση το χρονολογουμενο από τον ο αι. π.χ. ως τον 3ο αι. μ.χ. επιγραφικό υλικό της Ηλείας, το οποίο στο μεγαλύτερο μέρος του προέρχεται
DIE VERBREITUNG DER RÖMISCHEN NAMEN IN ELEIA Sophia Zoumbaki ΠΕΡΙΛΗΨΗ: Με βάση το χρονολογουμενο από τον ο αι. π.χ. ως τον 3ο αι. μ.χ. επιγραφικό υλικό της Ηλείας, το οποίο στο μεγαλύτερο μέρος του προέρχεται από το ιερό της Ολυμπίας, μελετάται η διείσδυση των ρωμαϊκών ονομάτων και της ρωμαϊκής πολιτείας στην περιοχή. Οι πρώτοι φορείς τους εμφανίζονται στη στροφή προς τον Ιο αι. μ.χ., ανήκουν στην τοπική élite και οφείλουν το προνόμιο αυτό στις προσωπικές τους σχέσεις με νεαρούς γόνους του αυτοκρατορικού οίκου, με τους οποίους συνδέθηκαν με την ευκαιρία της συμμετοχής των τελευταίων στους Ολυμπιακούς αγώνες. Η διάδοση των ρωμαϊκών ονομάτων στην Ηλεία αυξάνεται από το δεύτερο μισό του Ιου αι. μ.χ. Ανάμεσα στους πρώιμους φορείς σπάνιων gentilicia πρέπει ίσως να συνυπολογιστούν και μέλη της κοινότητος των 'Ρωμαίων ένγαιούντων . Im Rahmen dieser Arbeit* wurden ungefähr 50 epigraphische Quellen berücksichtigt, die in die Zeit vom. Jh. v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr. zu datieren sind. Ihre Mehrheit stammt aus den drei ersten nachchristlichen Jahrhunderten; nach der Mitte des 3. Jh. ist eine drastische Verringerung des epigraphischen Materials zu bemerken. In den erhaltenen Texten ist die griechische Sprache fast ausschließlich verwendet. Der größte Teil dieses Materials stammt aus dem Heiligtum von Olympia. Aus Elis, aus der politischen Hauptstadt der Gegend, oder aus den übrigen Siedlungen Eleias ist uns nur eine beschränkte Anzahl von Inschriften erhalten. Einerseits liegt es einmal daran, daß archäologische Forschungen in den letztgenannten Gebieten in einem kleineren Maßstab als im Raum der Altis stattgefunden haben; andererseits kann es durch die panhellenische Strahlung des olympischen Heiligtums erklärt werden, das schon seit der klassischen Zeit als eine internationale Publikationsstelle diente, wo Inschriften der Stadt Elis, des Achäischen Bundes, sowie Verträge zwischen verschiedenen griechischen Städten und Privatdenkmäler prominenter Eleer oder Nicht- Eleer errichtet wurden. So beschränkt sich unsere Kenntnis bezüglich der Sozialstruktur der Eleer in der römischen Zeit fast ausschließlich auf die Aristokratie, deren soziale und finanzielle Stellung die Bekleidung hoher Ämter, die Aufstellung von * In dieser Arbeit werden die folgenden Abkürzungen verwendet: Bol: R. Bol, Das Statuenprogramm des Herodes-Atticus- Nymphäums, Olympische Forschungen XV (Berlin 984, mit Beiträgen von A. Hoffmann und L. Schumacher). Broughton: T.R.S. Broughton, The Magistrates of the Roman Republicl-ll (N. York 95); III (Supplement 986). Groag: E. Groag, Die römischen Reichsbeamten vonachaia bis auf Diokletian, Schriften der Balkankommission, Antiquarische Abteilung IX (Wien-Leipzig 939). Kajanto: I. Kajanto, The Latin Cognomina (Helsinki 98 ). Moretti: L. Moretti, Olympionikai, i vincitori negli agoni antichi olimpici (Roma 95 7). Nomenclator: A. Mócsy, Nomenclator provinciarum Europae Latinarum et Galliae Gisalpinae cum indice inverso, Dissertationes Pannonicae, Series III, vol. (Budapest 983). OlB: Bericht über die Ausgrabungen in Olympia, in JDAI. Repertorium: H. Solin-O. Salomies, Repertoriumnominum gentilium et cognominum latinorum (Helsinki 988). Sarikakis: Th. Sarikakis, Ρωμαίοι άρχοντες της Επαρχίας Μακεδονίας (Thessaloniki 977). Thomasson: Β.E. Thomasson, Laterculi praesidum (Göteborg 984).. P. Siewert, Die Inschriften der Landschaft Eleiaohne Olympia , in A.D. Rizakis (Hrsg.) Achaia und Elis in der Antike, Akten des. internationalen Symposiums, Athen 9.-. Mai 989(Athen 99) 05-07und H. Taueber, Elische Inschriften in Olympia , adloc S.ZOUMBAKI Denkmälern, bzw. die Verewigung ihrer Namen im Heiligtum ermöglichte. Der starke Mangel an Grabinschriften verwert weitgehend Einblick in die mittleren und unteren Bevölkerungsschichten. Die wenigen publizierten Grabinschriften aus Eleia stammen meistens aus der Gegend um die Stadt Elis oder aus vereinzelten Siedlungen Eleias. Von großem Wert für die Geschichte der elischen Gesellschaft ist eine Gruppe von Listen des Kultuspersonals des Heiligtums zu Olympia, die durch Olympiadenzahlen fast immer genau datiert sind (ÌV059 ff). Hierbei handelt es sich um ungefähr 00 Verzeichnisse, die fast einem Drittel der ursprünglichen Zahl entsprechen müssen. Anhand dieses Materials kann man den Prozess der Verleihung des römischen Bürgerrechts an Eleer, bzw. die Verbreitung des römischen Einflusses auf die elische Gesellschaft bis zur Constitutio Antoniniana verfolgen. Da anscheinend die höchsten Ämter dieser Listen meistens das Privileg einer beschränkten Zahl elischer Bürger waren, d.h. der obersten sozialen Schichten, kann man diesen Prozess der Romanisierung eben im Schoß dieser Elite untersuchen, die die ersten Empfänger des römischen Bürgerrechts und Einflusses im ganzen griechischen Raum waren. Oft treten in einem Katalog Mitglieder derselben Familie auf: das Amt des Theokolen wurde von älteren Leuten bekleidet, während oft die Söhne der Theokolen als Spondophoren vorkommen. Dieses Schema von Vertretung der Familien in den Kultbeamtenlisten hilft oft bei der Identifizierung der Personen und die Rekonstruktion der Stammbäume der Familien. Von den 66 in den elischen Inschriften belegten römischen Gentilnamen werden nur 3 von Eleern getragen, d.h. 4 kaiserliche von 9 und 8 nichtkaiserliche von 7 Personen. Die übrigen Träger römischer Namen sind römische Magistrate, Griechen nicht-elischer Herkunft, Kleinasiaten und eine geringe Anzahl von Personen unsicherer Herkunft. Die elischen Besitzer des römischen Bürgerrechts entsprechen ungefähr dem 5% der Gesamtheit der überlieferten Personen der ganzen erforschten Zeit. Im Laufe des. und des. Jh. v. Chr. hatte anscheinend noch kein Eleer die römische Bürgerschaft inne. Aus jener Zeit sind viele Sieger- und Ehreninschriften erhalten, die von Mitgliedern der vornehmsten Familien Eleias errichtet wurden, entweder aus Anlaß der Bekleidung einer öffentlichen Funktion oder zu Ehren ihrer Landsleute oder römischer Offiziere, was deutlich für die finanzielle Situation dieser Elite spricht. Erst in den zwei letzten Jahrzehnten des. Jh. v. Chr. tritt der erste Träger des römischen Bürgerrechts in Eleia auf. Es handelt sich um Tib. Claudius Apollonius, Sohn des Apollonius, der zwischen 0 und 4 v. Chr. ein Denkmal zur Erinnerung an den Olympiasieg seines Patrons, Tib. Claudius Nero, des späteren Kaisers Tiberius, errichtete. Dem Apollonius, der zur lokalen Aristokratie gehörte und viele Ämter bekleidet hat (IvO 44), wurde wahrscheinlich das Bürgerrecht vom Kaiser Tiberius vor seiner Adoption von Augustus verliehen, da er noch den Gentilnamen Claudius führte. Die Unfähigkeit seinen Namen entsprechend dem römischen System zu formulieren, zeigt, daß die Eleer darin noch keine große Erfahrung hatten 3. Der nächste uns bekannte Träger des römischen Bürgerrechts ist erst im Jahre 7 n. Chr. bezeugt. Er ist einer der zahlreichen Antonii in Eleia, M. Antonius Pisanus, der Mitglied einer der wichtigsten Familien Eleias war, die eine bedeutende Rolle im Leben der Gegend spielte und Beziehungen zu anderen mächtigen Leuten außerhalb von Elis hatte 4. Er hat ebenso den Olympiasieg seines Patrons Germanicus, des Adoptivsohnes des Kaisers. IvO0; vgl. Moretti In allen drei Inschriften (JvO0,369,44), in denen diese Person auftritt, ist ihr Name inkorrekt geschrieben. In seinem Namen wird jeweils der Ausdruck ό και gebraucht, obwohl es sich in keinem dieser Fälle um ein Supernomen handelt: 'Απολλώνιος 'Απολλώνιου υιός 'Ηλείος ô και Τιβέριος [Κλ]αύδιος (ÌVO0), Τι[βέριος Κ]λαύδιος 'Απολλώνιου ο και 'Απολλώνιος (ΙνΟ 369), Άπολλώνιον 'Απολλώνιου τον και Τιβέριον (/ν044). 4. In der Ιν046 ehrt der Sohn von Pisanus, M. Antonius Alexion, um n. Chr. den C. lulius Lakon, Sohn des berühmten Eurykles aus Sparta und erwähnt ihn als seinen Wohltäter. Die Gattin von Alexion, Claudia Kleodike, wurde von zwei Messeniern, M. Antonius Proclus und Antonia Kallo, als Wohltäterin geehrt. 9 RÖMISCHE NAMEN IN ELEIA Tiberius, durch ein Denkmal verewigt 5. Seine Beziehung zu Germanicus könnte vielleicht die Vermutung rechtfertigen, daß er das Bürgerrecht nicht M. Antonius, sondern Antonia Minor 6, Mutter des Germanicus, verdankte. Um die Wende zum. Jh. n. Chr. treten also nur vereinzelte Eleer als Inhaber des römischen Bürgerrechts auf, was üblich für eine Stadt ist, die keine römische Kolonie war und keine führende Rolle im Rahmen der Provinz Achaia spielte. Die vereinzelten Verleihungen des römischen Bürgerrechts verdankten wahrscheinlich die prominenten Eleer den Beziehungen mit der kaiserlichen Familie, die sie aus Anlaß des Aufenthalts ihrer jungen Mitglieder in Olympia wegen der Spielen gewonnen. Ein anschauliches Bild der aufsteigenden Verbreitung des römischen Bürgerrechts in Eleia bietet das Diagramm des zunehmenden Eindringens römischer Namen in die olympischen Kultbeamtenlisten (Abb. ). Somit verfolgt man den Prozess der BUrgerrechtsverleihungen an Personen, die in den wichtigsten Ämtern der Verzeichnisse vorkommen. Leute, die das Bürgerrecht besaßen, tauchen zum ersten Mal in den Listen in der zweiten Hälfte des. Jh. η. Chr. auf, während sie im. Jh. schon viel häufiger belegt sind. Die erste Person, die einen vollständigen römischen Namen in den Kultbeamtenlisten führt, ist Γ(άιος) [Άντ]ώνιος Λέων Π, der als Träger des Theokolenamtes in der Iv08 auftritt, die aus dem Jahr 65 n. Chr. stammt. Wenn die Ergänzung des Namens des zweiten Spondophoren der IvO 80 von Dittenberger als [Λ(ούκιος) Σαίνιος Ά]χαϊκός (aufgrund von IvO 83: Λ(ούκιος) Σαίνιος Άχα[ϊκός])richtigist, dann ist der erste bezeugte vollständige römische Name noch früher, um das Jahr 57 n. Chr., zu datieren. Jedenfalls dringen die vollständigen römischen Namen in die Listen im 3. Viertel des. Jh. η. Chr. ein. Früher, kurz vor dem Ende der ersten Hälfte des. Jh., findet man in den Listen nur vereinzelte unvollständige römische Namen; es handelt sich um den Πρειμίων Άρμ[οδίου] (ΙνΟΊΑ) und einen, der von Dittenberger als [Πομπ]ήιος (IvO 78) ergänzt wird. Selbstverständlich, bietet ein Praenomen, Cognomen, oder auch ein Gentilicium, das vereinzelt auftritt, keinen Beweis des römischen Bürgerrechts; es weist aber doch darauf hin, daß die Bevölkerung schon angefangen hat, den römischen Einfluß aufzunehmen. Das Eindringen römischer Cognomina in die Namensgebung bildet ein noch deutlicheres Indiz auf die Romanisierung einer Gesellschaft. Die Mehrzahl der Cognomina der Eleer ist griechisch; belegt sind nämlich 08 griechische Cognomina, während nur 67 lateinische in den elischen Inschriften vorkommen 7. Die elische Aristokratie zieht meistens die griechischen Cognomina vor und manifestiert sogar manchmal mittels der Namensgebung ihre adelige Herkunft, die sie oft auf mythische Helden zurückführte. So kommen Namen wie Pelops, Oxylos, Molosso^ vor. Im. Jh. sind die lateinischen Cognomina häufiger geworden, was sich im 3. Jh. verstärkte. Die lateinischen Cognomina verbleiben aber immer weniger als die griechischen Namen, die als Cognomina dienen; das Verhältnis ist fast zu. Die ersten bezeugten römischen Cognomina in Eleia, Pisanus und Laetus, treten in den ersten Jahrzehnten des. Jh. n. Chr. auf. Der erste Träger jenes Namens ist der M. Antonius Pisanus. Der Name Pisanus ist im Gebiet von Pisae in Nord-Etrurien häufig belegt. Es ist aber bemerkenswert, daß dieser Name von einem Eleer 5. JvO ; Moretti Über sie s. Groebe, RE I (894) 640, Nr In den elischen Inschriften tauchen die folgenden Cognomina auf: Eleer: Aquila, Caecilianus, Cassianus, Claudianus, Cognitus, Crispus, Faustinianus, Faustinus, Faustus, Festus, Flows, Herennianus, Iulianus, Laetus, Macrinus, Marcus, Maximus, Montanus, Niger, Optatus, Pisanus (?), Polla, Primio, Primus, Proc(u)lus, Rufinus, Rut'us, Sabinus, Scribonianus, Sedatus, Vegetus, Venustinus, Venustus. Nicht Eleer (römische Magistraten und Griechen nichtelischer Herkunft): Agrippa, Agrippina, Albinus, Baebiana, Bradua, Calenus, Civica, Crispianus, Crispinus, Gallus, Gemella, Geminus, Italicus, Longus, Messal(l)inus, Metellus, Modestus, Murena, Natalis, Pol(l)io, Primus, Prisca, Proc(u)lus, Quadratus, Regillus/a, Regulus, Rufus, Sabinus, Scaevola, Secundus, Tertia, Tertullus, Varrò, Vatia. 8. Vgl. Iv Kajanto 50.89; Repertorium S.ZOUMBAKI in einer so frühen Zeit geführt wurde. Trotzdem bildet es keinen Beweis, daß es sich um eine Person italischer Herkunft handelt. Aus anderen griechischen Städten gibt es Parallelen 0 von Personen sicherer griechischen Herkunft, die um den Anfang des. Jh. n. Chr. ein lateinisches Cognomen führen. Es handelt sich immer um Mitglieder von hochverdienten Familien, wie diese des M. Antonius Pisanus. Es ist charakteristisch, daß die Nachkömmlinge des Pisanus außer einem, der ebenso Pisanus heißt kein anderes römisches Cognomen führen. Bemerkenswert ist die Ähnlichkeit der Wurzel des Namens Π ισανός mit der der elischen Landschaft Pisatis (Π ισάτις), in der sich mehrere Städte befanden, von denen eine ΠΧσα oder Π ίσα gewesen sein soll. Den Pisaten gehörte ursprünglich das Heiligtum von Olympia und dort befand sich nach der Überlieferung das Denkmal und der Knochenbehälter des mythischen Pelops. Es ist vielleicht nicht zufällig, daß der Urenkel des Pisanus das Cognomen Pelops führt. Olympia selbst wird oft als Pisa bezeichnet ' 3. Es ist vielleicht anzunehmen, daß der Name sich auf die ehemalige Stadt Pisa bezieht, bedeutend Herkunft aus ihrer Gegend oder auch eine Verbindung mit ihrer Vergangenheit. Die Varianten des Namens, Πισανός und Πεισανός, erinnern an die Varianten des Ethnikon, Πισαιος und Πεισαιος 4. Die Endung -ανός ist entweder ein Versuch den Namen zu latinisieren oder eine normale Bildung eines Personennamens aus einem Ethnikon. Die Gestaltung eines Personennamens aus einem Ethnikon mit der Hinzusetzung der Endung -ανός wird noch einmal in Olympia bezeugt. Es handelt sich um die Inschrift zu Ehren des Ιούλιος Νεοπολειτανός (ΙνΟ 465). Für Ethnika ist die Endung -ανός in Olympia ebenso belegt, wo das Wort Άσιανός 5 vorkommt. Laetusist das zweite lateinische Cognomen, das in Eleia epigraphisch belegt ist. Es wird von M. Vettulenus Laetus geführt, der Vater von Cassia war, einer Olympiasiegerin im Rennen der Fohlengespanne 6 ; sie sind Angehörige einer der vornehmsten Familien Eleias, deren Kontinuität für zweieinhalb Jahrhunderte verfolgt werden kann. Beide sind in der Siegerinschrift von Cassia bezeugt, die von Dittenberger in die Mitte des. Jh. η. Chr. datiert wurde. Anhand eines weiteren Fragments der Inschrift, das neulich in Olympia gefunden worden ist und der die Olympiadenzahl enthält, ist sie genau in das Jahr n. Chr. zu datieren 7. So führen Mitglieder dieser Familie nicht nur schon um den Anfang des. Jh. n. Chr. lateinische Cognomina, sondern auch den Gentilnamen der Vettuleni, der damals oder früher, soviel wir wissen, von keinem römischen Beamten in der Provinz Achaia geführt wurde, von welchem die elischen Vettuleni das Bürgerrecht erhalten haben können. Die Vettuleni aus dem übrigen griechischen Raum sind erst in die zweite Hälfte des. Jh. n. Chr. zu datieren und somit auf den Konsul des Jahres 57, M. Vettulenus Civica Barbarus 9, 0. Vgl. z.b. IG IV,65/3.. Es handelt sich um Kallippos Pisanus in Iv03.. Paus. V.,6-7. 3,.4,7.6,4,8,6. 0,. 3,4. 6, 5-6; VI.4,.,.,4-6; s. auch Kommentar dazu N. Papachatzes, Πανσανίον Ελλάδος Περιήγησις, 'Ηλιακά (Athen 979) 8 und E. Meyer, REXX ( 950) 737; vgl. auch P. Siewert, MDAI (A) 06 (99) 65 ff. Hier kann man auch an die Überlieferung erinnern, die uns Strabo, 5, p. und der Dichter Rutilius Namatianus im Gedicht De Reditu suo , Vs erhalten haben, daß das italische Pisa von Eleern undzwar von Leuten aus dem elischen Pisa gegründet wurde. 4. /vo48;/gxiv K. Kourouniotis, Έπιγραφαί εξ 'Ολυμπίας , AE (905) Moretti Α. Pariente, BCH4 (990) , Abb. 59; S. Zoumbaki, Zu einer neuen Inschrift aus Olympia: Die Familie der Vettuleni von Elis , ZPE 99 (993) W. Schulze, Zur Geschichte lateinischer Eigennamen (Berlin 904; letzter Abdruck 966) 56 s.; W. Eck, RE Suppl. XIV (974) ; G. Alföldy, Die Personennamen in der römischen Provinz Dalmatia (Heidelberg 969) 36; Nomenciator 309; Repertorium Es handelt sich um den Konsul des Jahres 57 n. Chr., dem vielleicht auch die fragmentarische Inschrift /v054 zu zuweisen ist. Er hat am Partherkrieg teilgenommen, gehörte zu derselben angesehenen senatorischen Familie, aus der auch der Kaiser Lucius Verus stammte, und sein Laufbahn enthält viele hohe Ämter (s. auch PIR IIC 60; R. Syme, Athenaeum NS35 [957] ; W. Eck, RE Suppl. XIV [974] ). Er tritt auch in Argos (P. Charneux, M. Vettulenus Civica Barbarus , BCH8 [ 957] ;5 G6[959]57)undinAttika(5 G6[959]66; vgl. auch T.L. Shear, Hesperia7 [938] 38) auf. 94 RÖMISCHE NAMEN IN ELEIA zu beziehen. Die einzige fast gleichzeitige Bezeugung des Namens befindet sich in der zweisprachigen Grabinschrift einer Römerin aus Rhodos, die aus dem Ende (?) des. Jh. v. Chr. stammt (ILGR 3). So bilden die Vettuleni einen Einzelfall in der elischen Gesellschaft der frühen Kaiserzeit. Die ersten bezeugten Mitglieder der Familie führen nur lateinische Cognomina, Laetus und Flows. So könnten die elischen Vettuleni italischer Herkunft gewesen sein, vielleicht ein Zweig derselben Familie, die in Rhodos bezeugt ist. Seit Anfang des. Jh. v. Chr. tritt in den epigraphischen Quellen eine Gemeinde von Römern auf, die sich in Eleia niedergelassen haben 0. Diese Τωμαιοι ένγαιοΰνχες oder ένγαροΰντες sind noch in der augusteischen Zeit belegbar. Literarisch ist nur ein negotiators Elis überliefert; es handelt sich um M. Mindius, der aus den Briefen Ciceros {Farn. 3,6 und 8) bekannt ist. In der Zeit, in der diese Gemeinde bezeugt ist, existierten nicht mehr die wichtigen conventus, die seit dem. Jh. v. Chr. in anderen Orten des Ostens tätig waren, wo es große Verdienstmöglichkeiten durch verschiedene Handels- oder Geldgeschäfte gab, wie in Delos. Wahrscheinlich haben sich die Römer in Eleia, bzw. in anderen Gebiete der Peloponneso, niederlassen, nachdem diese Orten keine Möglichkeit mehr boten. In Eleia, wo andere landschaftliche Bedingungen, als z.b. in Delos, herrschten, dürften sie aus anderen Verdienstmöglichkeiten profitiert haben. Kyllene, z.b., obwohl eine κώμη μετρία (Str. 8. 3,4) bildete noch immer eine Zwischenstation der Schiffsroute von Patras nach Italien 3, oder vielleicht auch nach Ägypten. Vor allem könnten sich die im Lande ansässigen Römer mit Viehzucht und Landwirtschaft beschäftigen. Ackerbau auf Großgrundbesitz könnte wegen des fruchbaren Bodens eine große Produktion von Rohstoffen bieten, die nötig in der Industrie jener Zeit sein könnten, wie ζ. B. Byssos für die Textilmanufaktur in Patras 4. Derartige Beschäftigungen verlangen eine permanente Niederlassung im Lande 5. Daß diese Römer sich nicht als negotiatores, sondern als ένγαιοϋντεςbezeichnen, spricht vielleicht deutlich sowohl für ihre Tätigkeiten als auch für ihre permanente Einrichtung in der Gegend. Abgesehen von ihren Beschäftigungen ist es aber wichtig, daß diese Ankömmlinge in das lokale Leben assimiliert waren und eine führende Rolle darin gespielt haben, was auch für andere griechische Städte, z.b. Thessaloniki, gilt 6. Die Wechselheiraten zwischen Mitgliedern der römischen Vereinigung und der einheimischen Bevölkerung verstärken die Verbin- 0./vO333(S G7[960]98),335(=5EG3 [98] 370), 938 (F. Eckstein, O/ß6,5;SEG7[960] 97). Zu den in Eleia ansässigen Römern s. S. Zoumbaki, Τωμαιοι ένγαιοϋντες. Römische Grundbesitzer in Eleia , Tyche 9 (994)3-8.. Darüber könnte man außer der grundlegenden Arbeiten von J. Hatzfeld, Les Italiens résidant à Délos mentionées dans les inscriptions de l'île , BCH36 (9) 5-8 und Les trafiquants Italiens dans I ' orientgrec(paris 99), nennen wir noch: A.J.N. Wilson, Emigration from Italy in the Republican Age of Rom (N. York 966); P. A. Brunt, Italian Manpower-5 B.C.-A.D. /4(Oxford 987 ); C. Feuvrier-Prevotat, Negotiator e Mercator dans les discours cicéroniens: essai de définition ,
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