Albrecht VI

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Albrecht VI. (Österreich) Universitätsgründer Albrecht VI. Im Hintergrund das alte Hauptgebäude der Albertina auf dem Franziskanerplatz (heute Neues Rathaus) Miniaturporträt Albrechts (1455/63) Albrecht VI. (* 18. Dezember 1418 in Wien; † 2. Dezember 1463 ebenda) aus dem Geschlecht der Habsburger, Erzherzog von Österreich, war Herrscher in den Vorderen Landen und Herzog von Österreich ob der Enns und Österreich unter der Enns sowie einer der Gegenspieler des Reichsoberhaupts Friedrich III., seines älteren Bruders. Im 19. Jahrhundert erhielt Albrecht den Beinamen „der Verschwender“. Inhaltsverzeichnis [Verbergen] 1 Herkunft und Anfänge 2 Anfänge 3 Vorländische Phase 4 Die oberennsische und die Wiener Phase 5 Tod und Folgen 6 Beurteilung 7 Quellen 8 Literatur 9 Weblinks 10 Anmerkungen Herkunft und Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Er war der jüngere der beiden Söhne des Herzogs Ernst I. des Eisernen von Österreich aus dessen zweiter Ehe mit Cymburgis von Masowien, die das Erwachsenenalter erreichten. Sein älterer Bruder, Herzog Friedrich V. von Österreich, war der spätere Kaiser Friedrich III. Die Österreichischen Lande waren zur Zeit seiner Geburt in drei größere Herrschaftsbereiche aufgeteilt, in denen verschiedene Herzöge aus dem Haus Österreich regierten.[1] Aus der Albertinischen Linie herrschte sein Cousin Herzog Albrecht V. von Österreich (als deutsch-römischer König Albrecht II.) (1397–1439) über Donauösterreich (Österreich ob der Enns und Österreich nieder der Enns), aus der Leopoldinischen Linie herrschte sein Vater Herzog Ernst I. von Österreich (1377–1424) über Innerösterreich (Herzogtümer Steiermark, Kärnten, Krain u. a.) und sein Onkel Herzog Friedrich IV. von Österreich (1383–1439) über Oberösterreich (Tirol und die Vorlande). Herzog Friedrich IV. übernahm als Oberhaupt der Leopoldinischen Linie nach dem Tod seines Bruders Ernst I. die Vormundschaft über dessen Söhne und Töchter und die Herrschaft über jene Länder, über die sein Bruder zuvor geherrscht hatte. Erst 1435 trat er offiziell von dieser Vormundschaft wieder zurück und überließ seinen Neffen Friedrich und Albrecht jenen Teil der „leopoldinischen“ Länder, über die zuvor ihr Vater die Herrschaft ausgeübt hatte.[2] In einem Vertrag wurde festgelegt, dass die Brüder gemeinsam über Innerösterreich herrschen sollten.[3] Dazu aber kam es nicht. Friedrich übernahm als Herzog Friedrich V. die alleinige Herrschaft. Nach dem Tod seines Onkels im Jahr 1439 folgte er diesem als Oberhaupt der Leopoldiner nach und übernahm außerdem die Vormundschaft über dessen Sohn Siegmund (1427–1496), der zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war, und um die sich sein Bruder Albrecht ebenfalls bemüht hatte.[4] Oberhaupt der Albertiner war seit 1411 Herzog Albrecht V., der nach dem Tod von Kaiser Siegmund im Jahre 1437 diesem in den Königreichen Ungarn und Böhmen nachfolgte und im Jahre 1438 zum König im Heiligen Römischen Reich gewählt wurde.[5] Als er im Jahr 1439 überraschend auf einem Kriegszug gegen die Türken an Dysenterie starb, wurde sein Cousin Friedrich V. am 2. Februar 1440 in Frankfurt zum deutschen König gewählt. Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nach dem Testament von König Albrecht V. hatte dieser Regelungen für die Nachfolge getroffen, nach denen seine Witwe Elisabeth zusammen mit seinem Cousin Friedrich und einigen Räten die Vormundschaft für einen postum geborenen Sohn übernehmen sollte. Zunächst aber übertrug Elisabeth die Vormundschaft für ihren Sohn Ladislaus Albrecht VI., der sie in ihrem Kampf um die Nachfolge von Ladislaus in Ungarn aktiv unterstützte.[6] In den Auseinandersetzungen Friedrichs III. als steirischer Landesfürst mit Graf Ulrich II. von Cilli und dessen Vater zwischen 1436 und 1443 verbündete sich Albrecht am 13. Mai 1442 auf der Burg Forchtenstein offiziell mit diesen gegen seinen Bruder.[7] Im Jahre 1446 erzwangen die Tiroler Stände von Friedrich III. die Entlassung Siegmunds aus der Vo
   Albrecht VI. (Österreich)  Wechseln zu: Navigation, Suche  Universitätsgründer Albrecht VI. Im Hintergrund das alte Hauptgebäude der Albertina auf dem Franziskanerplatz (heute Neues Rathaus) Miniaturporträt Albrechts (1455/63) Albrecht VI.  (* 18. Dezember 1418 in Wien; † 2. Dezember 1463  ebenda) aus dem Geschlecht der Habsburger, Erzherzog von Österreich, war Herrscher in den Vorderen Landen und Herzog von Österreich ob der Enns und Österreich unter der Enns sowie einer der  Gegenspieler des Reichsoberhaupts Friedrich III., seines älteren Bruders. Im 19. Jahrhundert erhielt Albrecht den Beinamen „der Verschwender“. Inhaltsverzeichnis  [Verbergen] Anmerkungen Herkunft und Anfänge [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]   Er war der jüngere der beiden Söhne des Herzogs Ernst I. des Eisernen   von Österreich aus dessen zweiter Ehe mit Cymburgis von Masowien, die das Erwachsenenalter erreichten. Sein älterer Bruder, Herzog  Friedrich V. von Österreich, war der spätere Kaiser Friedrich III. Die Österreichischen Lande waren zur Zeit seiner Geburt in drei größere Herrschaftsbereiche aufgeteilt, in denen verschiedene Herzöge aus dem Haus Österreich regierten. [1]  Aus der Albertinischen Linie herrschte sein Cousin Herzog Albrecht V. von Österreich (als deutsch-römischer König Albrecht II.) (1397–1439) über Donauösterreich (Österreich ob der Enns  und Österreich nieder der Enns), aus der Leopoldinischen Linie  herrschte sein Vater Herzog Ernst I. von Österreich (1377–1424) über Innerösterreich (Herzogtümer Steiermark, Kärnten, Krain u. a.) und sein Onkel Herzog Friedrich IV. von Österreich (1383–1439) über Oberösterreich (Tirol und die Vorlande). Herzog Friedrich IV. übernahm als Oberhaupt der Leopoldinischen Linie nach dem Tod seines Bruders Ernst I. die Vormundschaft über dessen Söhne und Töchter und die Herrschaft über jene Länder, über die sein Bruder zuvor geherrscht hatte. Erst 1435 trat er offiziell von dieser Vormundschaft wieder zurück und überließ seinen Neffen Friedrich und Albrecht jenen Teil der „leopoldinischen“ Länder, über die zuvor ihr Vater die Herrschaft ausgeübt hatte. [2]  In einem Vertrag wurde festgelegt, dass die Brüder gemeinsam über Innerösterreich herrschen sollten. [3]  Dazu aber kam es nicht. Friedrich übernahm als Herzog Friedrich V. die alleinige Herrschaft. Nach dem Tod seines Onkels im Jahr 1439 folgte er diesem als Oberhaupt der Leopoldiner nach und übernahm außerdem die Vormundschaft über dessen Sohn Siegmund (1427–1496), der zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war, und um die sich sein Bruder Albrecht ebenfalls bemüht hatte. [4]  Oberhaupt der Albertiner war seit 1411 Herzog Albrecht V., der nach dem Tod von Kaiser Siegmund im Jahre 1437 diesem in den Königreichen Ungarn und Böhmen nachfolgte und im Jahre 1438 zum König im Heiligen Römischen Reich gewählt wurde. [5]  Als er im Jahr 1439 überraschend auf einem Kriegszug gegen die Türken an Dysenterie starb, wurde sein Cousin Friedrich V. am 2. Februar 1440 in Frankfurt zum deutschen König gewählt.  Anfänge [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]   Nach dem Testament von König Albrecht V. hatte dieser Regelungen für die Nachfolge getroffen, nach denen seine Witwe Elisabeth zusammen mit seinem Cousin Friedrich und einigen Räten die Vormundschaft für einen postum geborenen Sohn übernehmen sollte. Zunächst aber übertrug Elisabeth die Vormundschaft für ihren Sohn Ladislaus Albrecht VI., der sie in ihrem Kampf um die Nachfolge von Ladislaus in Ungarn aktiv unterstützte. [6]  In den Auseinandersetzungen Friedrichs III. als steirischer Landesfürst mit Graf Ulrich II. von Cilli und dessen Vater zwischen 1436 und 1443  verbündete sich Albrecht am 13. Mai 1442 auf der Burg Forchtenstein offiziell mit diesen gegen seinen Bruder. [7]  Im Jahre 1446 erzwangen die Tiroler Stände von Friedrich III. die Entlassung Siegmunds aus der Vormundschaft. Siegmund erhielt die Herrschaft über Tirol, nicht aber über die Vorlande. Diese bekam Albrecht VI. zur alleinigen Herrschaft, nachdem er dort bereits seit 1444 im Rahmen des Alten Zürichkriegs tätig geworden war. Damit besaß er nun ein eigenes Territorium.  Vorländische Phase [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]   Mechthild von der Pfalz, durch Antoni Boys (Kunsthistorisches Museum) 1451/52 begleitete er Friedrich III. zur Kaiserkrönung, wobei er neben Enea Silvio de Piccolomini wesentlich für die Organisation des Romzugs zuständig war. [8]  1452 heiratete er die zwei Jahre zuvor zur Witwe gewordene Mechthild von der Pfalz, die ältere Schwester des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz, der später zu den bekanntesten Gegenspielern von Kaiser Friedrich gehörte. Am 6. Jänner 1453 wurde Albrecht VI. von seinem Bruder Friedrich III. zum Erzherzog von Österreich erhoben. [9]  Im Jahre 1454 ließ der Fürst die Herdstellen der Vorlande in Matrikeln erfassen, um sie steuerlich erfassen zu können. [10]  Albrecht gründete die Universität von Freiburg (Urkunden vom 21. September 1457 [11] ), um den Zuzug in die hochverschuldete Stadt Freiburg zu fördern und damit deren fiskalische Möglichkeiten zu
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